"Touchd-By-Sound" und "Mode Machines" gehen ab April 2012 getrennte Wege



Am letzten Donnerstag hat Michael Thorpe, Geschäftsführer der "Touched by Sound GmbH aus Cadolzburg (Foto rechts) mitgeteilt, dass er sich nach 19 Jahren erfolgreicher Geschäftstätigkeit dazu entschlossen hat, seinen Einzelhandel aufzugeben, um sich ausschließlich auf die Produktentwicklung und den Vertrieb eigener Geräte, die seit einiger Zeit unter dem Label "Mode Machines" geführt werden, zu konzentrieren (Foto in der Mitte = Mode Machines Managing Director Guido Harding). Die Geschäfte der "Touched by Sound GmbH" werden seit dem 12. April 2012 vom Musikhaus Korn, einem der größten deutschen Versandhäuser für Musik-Equipment mit Sitz im sächsischen Lonnewitz, übernommen.

Was wird sich ändern? Der Onlineshop www.touched-by-sound.com wird einem Relaunch unterzogen und dem Corporate Design des Musikhauses Korn angepasst. Darüber hinaus wird den Kunden der "Touched by Sound GmbH" mit Sven Eidam ein neuer Ansprechpartner zur Seite gestellt, welcher im Musikhaus Korn bereits jahrelang für den Bereich Studio verantwortlich ist. Unter der Telefonnummer (03435) 9880-45 oder per Mail unter sven.eidam [at] korn.eu können Kunden mit "Touched by Sound" in Kontakt treten oder sich über neue Produkte informieren. Des Weiteren wird die Firma, welche bisher in Cadolzburg (Bayern) geführt wurde, in den Hauptsitz des Musikhauses Korn im Oschatzer Stadtteil Lonnewitz umziehen.

Michael Thorpe: "Wir haben die Firma TBS im Jahre 1993 gegründet. Anfangs haben wir uns nur auf Vintage- und Analoggeräte spezialisiert. Aus idealistischen Gründen machten wir weiterhin auch Verkauf/Support und Service für ältere Geräte, jedoch erhielt man bei uns auch Neugeräte zu fairen Preisen. Wir hatten auch eine sehr gut sortierte Gebrauchtgeräte-Abteilung und es lohnte sich immer, bei TBS mal vorbeizuschauen. Eine Besonderheit von TBS ist, dass wir auch Gebrauchtgeräte zu fairen Preisen in Zahlung genommen und nach Durchsicht/Reparatur/Refreshment weiterverkauft haben. Seit 2009 bauten wir auch wieder eigene Geräte unter dem 'Mode Machines'-Label und haben wieder Vertriebsaktivitäten aufgenommen."

Hierzu ein kurzer Kommentar von Rainer Sauer: "Die Firma 'Touched by Sound' (nomen est omen) war seit Jahren meine Lieblingsfirma im Bereich der elektronischen Musikinstrumente, eine Art kleiner Ersatz für das, was das Synthesizerstudio Bonn in den 1980er und 1990er Jahren für die Branche war. Viele der bei TBS angebotenen Gebrauchtgeräte und der angebotenen historischen Software sind inzwischen in meinem Besitz. Immer war ich mit der Firma höchst zufrieden und auf den Support und die Firmenleistung konnte man sich stets verlassen. Dies ist auch ein Verdienst von Michael, den ich sehr schätze.

Leider ist es mit TBS ähnlich, wie mit anderen Firmen in diesem Geschäftsfeld. Dem immensen Aufwand zur Restauration alter, elektronischer Musikinstrumente, dem fachlichen udn persönlichen Know-How, (Foto links = Peter Obermaier, Auszubildender seit 2010) steht teilweise nur ein kleiner finanzieller Gewinn gegenüber, der in den seltensten Fällen die Aufwendugen deckt. Ich bedaure den Wechsel bei *Touched by Sound', freue mich aber weiter auf die Kontakte zu und mit 'Mode Machines' und Michael Thorpe."

"Sequencer Liebe": SANKT OTTEN = Ein neues KRAFTWERK? - Die derzeit aufregendste Elektromusikband Deutschlands war auf Frühjahrs-Tour und begeisterte ihr Publikum

  
Wie sich die Ereignisse gleichen: 1969 installierten Ralf Hütter und Florian Schneider-Esleben in Düsseldorf ihr "Kling-Klang"-Studio und starteten unter dem Namen "Kraftwerk" ein Musikprojekt, das bis heute innovativ-aktiv ist (...gerade eben spielten die aktuellen KRAFTWERK-Musiker acht ausverkaufte Konzerte in New York).

Als frühe Mitmusiker von KRAFTWERK, die sich Anfang der 1970er Jahre melodisch-atmosphärischer elektronisch orientierter Instrumentalmusik verschrieben hatten, konnten sich der Schlagzeuger Klaus Dinger und der Gitarrist Michael Rother einen Namen machen, die später als "NEU!" aktiv waren oder mit Soloprojekten ("Flammende Herzen") bzw. der Band "La Düsseldorf".

1973 wurde aus der Vierer-Gruppe KRAFTWERK ein Duo ("Ralf & Florian"), danach wieder ein Quartett, nochmals ein Duo und inzwischen wieder ein Quartett. Innovativ wurde KRAFTWERK nicht nur aufgrund ihrer musikalischen Innovationen sondern auch durch die intelligent gestylten Plattencover.

Genau drei Jahrzehnte später installierte Stephan Otten (Foto rechts während der SANKT OTTEN Tour 2012) in Osnabrück ein Tonstudio und verschrieb sich ebenfalls der melodisch-atmosphärischen elektronischen Instrumentalmusik. Als ST. OTTEN traten er und seine Mitmusiker auf (als Abkürzung für "Stephan Otten") und daraus wurde der Bandname SANKT OTTEN. Inzwischen ist aus SANKT OTTEN wieder ein Duo geworden, bestehend aus Gitarrist Oliver Klemm (siehe Foto rechts während der SANKT OTTEN Tour 2012) und Mastermind Stephan Otten.

Einige Alben erschienen seither, alle mit intelligent-gestylten Covern (das aktuelle belegte 2012 Platz 2 beim "Album Of The Year" der Radiosendung "Sounds vom Synthesizer") und das Duo war gerade auf Tour durch Deutschland. Vierzig Jahre zuvor hatten das KRAFTWERK ebenso vorgemacht. Alles nur ein Zufall oder clevere Berechnung? - Die Wahrheit liegt wie immer dazwischen.

Vergleichen kann man die Musik, die SANKT OTTEN 2012 machen nicht unbedingt mit der vom KRAFTWERK des Jahres 1972. Das Schlagzeug ist heute elektronisch, die Synthesizerklänge kommen hauptsächlich aus sogenannten "Digital Audio Workstations" (sprich: Computern) und auch die Gitarre wird nicht mehr ganz standesgemäß nur mit Plektrum oder den Fingern gespielt: bei Oliver Klemm kommt ein E-Bow zum Einsatz, eine Art Magnet, der die Gitarrensaite zum dauerhaften Schwingen bringt, so dass das Klangergebnis ein wenig an Robert Fripp erinnert.

Und die große Zeit des Impovisierens, der sich auch KRAFTWERK zu Anfang verschrieben hatten, ist zudem schon lange Historie. Aber auch heute noch kann man innovativ instrumentale Elektromusik machen - das zumindest beweist SANKT OTTEN, deren neues Album "Sequencer Liebe" im Mai erscheinen wird. Besonderen Humor lässt bei SANKT OTTEN reglmäßig die Betitelung der einzelnen Songs erkennen und auch diese Mal ist das so. Neben dem Titelsong sind noch sieben andere Instrumentalstücke auf dem neuen Album, darunter "Hungrig kann man nicht tanzen", "Die Stadt riecht nach Dir" und "Ende Gelände", wobei "Kann denn Liebe Synthie sein?" fast schon an die poetischen Zeiten eines Dirk Matten erinnert (der einst lustig-flockig die monatlichen Annoncen seines Synthesizerstudios Bonn betitelte) und "Mir bricht die Stimme weg" schon reichlich surreal für ein Instrumentalstück anmutet

Aber das war ja schon beim letzten Album "Gottes Synthesizer" so gewesen (dessen Cover, ebenso wie nun bei "Sequencer Liebe", auch schon vom spanischen  Ausnahme-Künstler Salustiano gestaltet wurde). Da hießen die Songtitel zum Beispiel "480 Pixel, die ich an Dir liebe", "Diesseits vom Jenseits", "Fast neu ist auch gebraucht" oder "Sternstunden der Resignation". - Doch welche Art von Elektromusik machen SANKT OTTEN?

Es ist in ersten Linie so etwas Ähnliches wie das, was man in den 1980er Jahren "Synthi-Pop" genannt hätte. Typisch für die SO-Musik sind lange, instrumentale Stücke, die mit Klangkollagen versetzt sind. Ein oberflächlicher Hörer wird möglicherweise kaum Veränderungen in der SANKT OTTEN Musik der letzten fünf Jahre erkennen. Aber was sagt das schon aus? Ein A&R-Manager würde wahrscheinlich genau das loben und sagen, die Band habe ihren ureigenen Stil gefunden.

Es gibt viel Electronic Drums zu hören, aber auch das ist bei SANKT OTTEN nichts wirlich Neues (...der gute, alte weiße Latzhosenträger und E-Drum-Hasser Klaus Dinger kann es ja nun nicht  mehr richten, seit er vor reichlich drei Jahren seine "Silver Cloud" im Musikhimmel bezogen hat).Aber auch die E-Drum-Kiste stimmt und stimmt wieder nicht bei diesem Album.

Der Titelsong und Opener hat nun überhaupt keine Simmons Drums und bezieht seinen Rhythmus allein aus der Interaktion zwischen Sequencermoves, Synthiflächen und E-Bow-Gitarre. Der gemeigte Kenner der OTTEN-Musik wartet also sehnsüchtig auf den zweiten Song "Gestern fand ich alle Tränen" und da sie dann auch schon: die brachialen Beats, geboren aus der Gummi-Fläche.  Viel Portamento hat man hier eingebaut und erzeugt so eine Art synthetisches Wimmern und Weinen, zu dem gegen Ende des Songs Mellotronflächen stoßen.

Und diese Abwechslung in der Songstruktur setzt sich fort. Bei "Hungrig kann man nicht tanzen" sieht man förmlich Chris Franke an seinem Modularsystem sitzen und mit polyrhythmischen Sequenzen spielen, als hätte der "Polish Dance" seinen lang verschollenen Bruder gefunden. Darüber wirbelt ab dem letzten Drittel des Songs ein ARP Odyssey Solo und schickt den Hörer in die gute alte Berliner Schule.

Wer aber denkt, damit sei das Sound- udn Rhythmusspektrum des Albums ausgelotet, wird beim vierten Titel eines Besseren belehrt. Hier hört man leibhaftig "Ol' King" Fripp seine Gitarre spielen (...natürlich ist es Oliver Klemm mit seinem E-Bow und seiner Armada an Effektgeräten, aber die Illusion ist da). Schwere Klangwolken verschieben sich hier gegeneinander und erzeugen ein weites Feld sphärischer Eindrücke.

Wem das zu düster ist, der findet in "Kann denn Liebe Synthi sein" eine fröhlichere Variante des Ganzen, nun wieder ergänzt um die E-Drums. Zweistimmig spielt Klemm hier zu Sphärenklängen á la Eroc oder YOU/Harald Großkopf. Gefolgt wird der Song durch ein etwas experimentelleres Werk mit vielen Klangelementen, die junge Leute heutzutage unbedacht als "Vintage" bezeichnen würden, die die älteren Semester seinerzeit aber noch selbst analog erzeugt haben, doch seit Jahren schmerzlich vermissten.


 Mit "Ende Gelände" endet ein äußerst abwechslungsreiches Album der im Moment aufregendsten Elektromusikband Deutschlands. Die war, wie oben schon beschreiben, gerade auf Frühjahrs-Tour durch Deutschland, vierzig Jahre nach KRAFTWERK, und begeisterte ihr Publikum.

Aber was ist es denn nun, was SANKT OTTEN machen? Ganz einfach: Elektromusik. Elektromusik für die Fans von KRAFTWERK, Steve Moore, ZOMBI, MAYEURE, YOU, TD und...und...und. Vor allem aber für die Fans und Freunde der Sounds vom Synthesizer und - natürlich - der Sequencer.

Videos, wie das Ganze live klingt, kann man sich HIER anschauen!

"Synthesizer selbst gebaut" - Ein kleiner Software-Kochkurs von und mit Karl "Charly" Steinberg und Manfred Rürup


Vor dreißig Jahren traf ich auf der Frankfurter Musikmesse Reinhard "Lacky" Lakomy (siehe Foto links), der damals gerade (aus politischen Gründen) von seiner sängerischen Erfolgskarriere auf Instrumentalmusik hatte umsatteln müssen und für die VERMONA Musikelektronik-Abteilung des VEB Klingenthaler Harmonikawerke einen digitalen Sequenzer entworfen und gebaut hatte. Lakomy war stolz auf das, was im Mangel der DDR mit Erfindergeist und handwerklichem Geschick trotzdem möglich war und führte mich im Februar 1982 über eine Stunde lang durch den DeMuSa*-Stand und zeigte mir die Neuheiten; später erinnerte ich mich sehr an ihn und spielte seine Platten immer wieder beim hr. 
Das war in einer Elektromusik-Welt, in der es noch keinen MIDI**-Standard gab. Gerade erst war das MIDI-Protokoll von "Sequential Circuits" Superhirn Dave Smith für die "Audio Engineering Society" entwickelt worden und wurde erst ein Jahr später auf der NAMM-Show 1983 in Anaheim/USA, vorgestellt. Auch die Heimcomputer-Technologie steckte zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen; gerade schickte sich der Commodore 64 an, die Musikwelt zu erobern und Atari brachte den ST Homecomputer heraus.

Zu dieser Zeit trafen sich Manfred Rürup (vom "Release Music Orchstra") und der Musiker und Toningenieur Karl "Charlie" Steinberg ("Törner Stier Crew" / siehe Foto rechts) in Hamburg bei einer Aufnahme-Session. Rürup, ein in der Musikszene bereits etablierter professioneller Keyboarder, und Steinberg erkannten schnell, dass sie ein gemeinsames Interesse daran hatten, die Möglichkeiten von Computern in der Musikproduktion mit denen von Synthesizern zu verbinden. In der angekündigten MIDI-Technologie sahen sie eine Fortentwicklung der Musikbranche voraus und entwickelten gemeinsam innerhalb eines Jahres das Konzept für eine revolutionäre Software: den MIDI-Mehrspur-Sequenzer.
1984 brachte die, von Rürup und Steinberg gegründete, Steinberg Media Research GmbH mit dem legendären "Pro-16" Sequenzer für den Commodore 64 das erste Software-Produkt auf den Markt, das den Namen "Steinberg" trug. Anknüpfend an weitere, mehrjährige intensive Forschung und Entwicklung, erschien 1989 eine Nachfolgesoftware für den Atari ST sowie PCs mit Microsoft Betriebssoftware und den Apple Macintosh Computer, die einer ganzen Generation von Musikern dazu verhelfen sollte, ihre Musik nicht mehr ausschließlich in teuren Musikstudios aufzunehmen, sondern zuhause vorzubereiten oder ganz herzustellen. Ihr Name war ursprünglich "Cubit", wurde aber aus Gründen des Copyrights bald in "Cubase" abgeändert.

Auf Cubase 1.0 folgten mehrere, deutlich leistungsfähigere, Versionen, die 1996 einen neuen Höhepunkt erfuhren, als Steinberg eine andere Hamburger Entwicklung, und zwar die von Wolfgang Palm (PPG) für seine Wavecomputer bzw. das Waveterm initiierte Wavetable Software, als "Virtual Studio Technology"/VST in Cubase integrierte.

Cubase VST war damit die erste native Software, die in der Lage war, nicht nur virtuelle Musikinstrumentenstimmen in eine Echtzeit-Studioumgebung einzubinden, sondern auch Soundeffekte wie Equalizer, elektronische Mischpulte und Fader-Automation zu integrieren. Mit einem Apple Macintosh konnten so bis zu  24 Audiospuren gleichzeitig mit einer unbegrenzten Anzahl von MIDI-Tracks gespielt werden.

Karl "Charly" Steinberg gründete in dieser Zeit eine eigene Band namens "Kahle Mönche", deren Musiker in verschiedenen Städten Deutschlands lebten und arbeiteten, aber, dank verschiedener Internet-Technologien*** ihre musikalischen Beiträge gleichzeitig und gemeinsam erstellen konnten. Entwickelt wurden diese Technologien von ihm und Manfred Rürup.

Die Steinberg Media Technologies GmbH befindet sich seit 2004 im Besitz der japanischen Firma Yamaha. Rürup und Steinberg haben inzwischen eine gemeinsame Firma und sind immer noch im Besitz von Anteilen an Steinberg MT; beide sind heute Multimillionäre.

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* = Abkürzung für die "Deutsche Musikinstrumente- und Spielwaren Außenhandelsgesellschaft mbH" aus Berlin

** = englische Abkürzung für: Musical Instrument Digital Interface / Digitale Schnittstelle für Musikinstrumente
*** = Mit dem "Digital Musician Recorder" von www.digitalmusician.net entwickelten Karl Steinberg und Manfred Rürup einen kostenlosen Audiorecorder, der es erlaubt in Echtzeit über eine Internetverbindung mehrstimmige Musik aufzunehmen

Mike Oldfield sagte einst zu mir: "Du hast dreißig Sekunden Zeit, mich davon zu überzeugen, weshalb Du Synthesizermusik machst."

Auf der Cover-Rückseite des "Voyager"-Albums meiner Band Velvet Universe steht eine Widmung von Mike Oldfield. Er hatte mir geschrieben: "Rainer, ich wünsche Dir Erfolg". Oft angezweifelt, ob diese Widmung echt ist, habe ich die Geschichte, wie es dazu kam, bis zum heutigen Tag noch niemals erzählt. Bis heute...

1981 tourte Mike Oldfield durch Deutschand und trat am 10. März in der Offenbacher Stadthalle auf. Ich hatte den Auftrag für die "Musiker Music News" und die "Offenbach-Post" ein Interview mit Mr. Oldfield zu führen und, da ich bei Virgin/Ariola an den richtigen Mann gekommen war (nämlich Mike Oldfields Tour-Betreuer Dirk Hohmeyer) klappte es mit der Interviewzusage. Allerdings konnte ich es nicht vor dem Konzert führen, da am Tag zuvor Oldfields legendäre Stratocaster-Gitarrre in Amsterdam gestohlen worden war. Daher trat er in Offenbach mit einer Gibson SG Gitarre auf, war für ihn absolut ungewöhnlich war. Die Fotos, die ich von diesem Auftritt machen durfte sind daher auch, in dieser Hinsicht zumindest, als ungewöhnlich zu bezeichnen.

Nach dem Konzert fuhren die Musiker um Mike Oldfield und er selbst ins Hotel Kempinski nach Gravenbruch bei Offenbach. In der Hotel-Lobby warteten wir bis gegen 24 Uhr und dann kamen Mike Oldfield, der inzwischen leider bereits verstorene Percussionist, Morris Pert und Dirk Hohmeyer und nahmen mich und meinen Freund Bobb Sanders, den ich als Übersetzer für alle Fälle dabei hatte, mit in die Bar.

Dort saßen wir und führten das Interview und ich warf meinen Köder aus - was ich immer tat, wenn ich außergewöhnliche Musiker traf - um Mike Oldfield über das Interview hinaus zu interessieren. Mein Köder war ein Fairlight CMI Update, von dem ich über Klaus Schulze gehört hatte, der zuvor gerade aus Australien zurück gekommen war, und das die Loop-Software betraf. Es klappte und Mike war plötzlich hellwach, denn auf dieses Update hatte er offensichtlich lange gewartet.

So sprachen wir anschließend hauptsächlich über elektronische Musikinstrumente und er fragte mich, ob ich auch Musik machen würde. Ich erzählte ihm von unserem aktuellen "Voyager"-Album, das gerade in Eberhard Pannes Studio aufgenommen wurde. Klaus Schulze (der auch bei Virgin-Records unter Vertrag gewesen war) und das Tonstudio Panne sagten auch Mike Oldfield etwas.

Als ich ihn dann bat, mit eine Widmung für das Cover des neuen Albums zu schreiben, schaute er mich herausfordernd an und sagte zu mir: "OK, ich mache es. Aber nur unter einer Bedingung: Du hast dreißig Sekunden Zeit, mich davon zu überzeugen, weshalb Du Synthesizermusik machst."

Was soll das denn, dachte ich. Wollte Mike Oldfield jetzt um jeden Preis cool sein, ein Alphatier, das es sowieso nicht ertragen können, wenn jemand in seiner Gegenwart länger als dreißig Sekunden am Stück spricht? Was steckte dahinter?Allerdings sah ich, dass Mike Oldfield ob seines Überraschungscoups grinste, als er meine Unentschlossenheit sah. Und ich wollte diese Widmung unbedingt haben.

Also dachte ich kurz nach und sagte ihm dann: "First: I am Musican. Second: I am an Electronic Junkie. And Third: I am German!" ("Erstens: Ich bin Musiker. Zweitens: Ich bin Elektronik-Junkie. Drittens: Ich bin Deutscher!") ... und um den Satz vollständig zu machen fügte ich an: "...and the last 20 seconds are a gift for you." ("...und die letzten 20 Sekunden bekommst Du geschenkt.")

Nun war der große Mike Oldfield verblüfft und schrieb mir die Widmung für das Album. Wir blieben übrigens auch nach dem Interview noch in Kontakt und er lud mich sogar in sein damaliges Landhaus ein und da meine Frau und ich bis 1988 regelmäßig jedes Jahr einmal nach Wales reisten (Anm: Meine Frau ist in Wales geboren) besuchte ich Mike Oldfield auch einmal persönlich. Aber das ist eine andere Geschichte.

Rainer Sauer auf der Frankfurter MusikMesse 2012 / Frankfurt Music Fair 2012 Review

Seit 1979 besuche ich die Frankfurter Musikmesse in mehr oder weniger regelmäßigen, zeiltlichen Abständen. Viele schöne Zeiten habe ich dort schon erlebt, einst Messerundgänge mit Patrik Moraz, Christopher Franke, Adrian Wagner oder Reinhard Lakomi gemacht, 1984 bis 1987 sogar eigene Messestände betrieben ("Digital Musical Sounds / DMS") oder in Frankfurt Vorträge gehalten und für den Hessischen Rundfunk Messereportagen erstellt. Dieses Jahr war mein Besuch der Frankfurter Musikmesse von positiven Überraschungen ebenso geprägt wie von kleinen Enttäuschungen.

Die Überraschungen betrafen das Zusammentreffen mit interessanten Musikern und einige Entdeckungen auf der Elektromusik-Hardwareseite (siehe oben den Stand von CLAVIA Nord Instruments). Die Enttäuschungen gingen auf das Konto von Musikinstrumentenherstellern, die ihre eigenen Produkte kaum (noch) bis gar nicht (mehr) unterstützen, doch dazu später.

Zwei Aufeinandertreffen mit Musikern werden mir im Gedächtnis bleiben. Zu einen machte ich für "Sounds vom Synthesizer Reloaded" ein längeres Interview mit Bernd Kistenmacher, mit dem ich mich nach 25 Jahren zum ersten Mal wieder persönlich verabredet hatte (siehe Foto). Telefoniert, hin und wieder, hatten wir in dieser langen Zeit schon (Bernd war 1987 zum letzten Mal auf einem, der von mir organisierten "White Waves" Elektromusikfestivals aufgetreten), auch in der Auszeit, die sich Bernd nehmen musste, nachdem er als Plattenlabelchef unschöne Erfahrungen mit einem der ganz großen Künstler der deutschen Synthesizermusikszene machen musste (...resp. mit dessen Manager): trotz phänomenaler Verkäufe einer CD-Edition des betreffenden Künstlers blieben Kistenmacher am Ende nur Schulden übrig und er "durfte" dem Manager des Künstlers seine gesamten eigenen Verlagsrechte überlassen, damit er einigermaßen heil aus der Sache herauskommen konnte...jedenfalls bevor dann das Finanzamt bei ihm anklingelte.

Bernd hat es abgehakt und ist nach einigen Jahren der Pause und Einkehr als Musiker und Mensch stärker in die Branche zurückgekehrt; gerade wurde sein aktuelles Konzeptalbum "Antimatter" von den Hörern der "Sounds vom Synthesizer" zum "Album Of The Year 2012" gewählt. Ein erfrischend ehrliches Interview gab es auf der Frankfurter Musikmesse und es war für alle Musikfans noch höchst informativ dazu. Mit Bernd werde ich nun weiter eng in Kontakt bleiben.

Und dann traf ich zufällig zwei Musiker, die derzeit beide in den USA leben, obwohl man den einen von dessen musikalischen Karriere her eher mit Griechenland verbindet und den anderen mit Großbritannien. Der ältere von beiden, nennen wir ihn der Einfachheit halber "Kaptitän Nemo" - beide legen Wert darauf, dass ihre wahre Identität bei dem musikalischen Projekt, dass sie derzeit betreiben, unerwähnt bleibt -, arbeitet seit den 1970er-Jahren als Komponist von Filmmusiken und veröffentlichte erfolgreich viele Schallplattenalben. Vor einigen Jahren bereits hatte er sich künstlerisch zur Ruhe gesetzt und wollte in Griechenland seinen Lebensabend verbringen. Die aktuellenEntwicklungen in diesem Land brachten ihn jedoch dazu, aus dem musikalischen Ruhestand zurück ins Tonstudio zu gehen und dort, er wird bald 70 Jahre alt, vielleicht ein letztes Mal seine ruhigen, poetischen Klangozeane zu erschaffen.

Der andere, er ist um einiges jünger - nennen wir ihn Jim Hawkins - stieg einst bei einer bekannten britischen Rockband als Ersatz für einen Paradiesvogel ein, der sich in der Folge zu einem der innovativsten Musiker und Produzenten entwickeln konnte. In dieser Band spielte er Synthesizer und Keyboards und nahm danach auch noch Solo-Platten mit progessiver New-Age-Musik auf. Jetzt will Jim Hawkins endlich wieder mal etwas Neues machen, zog einen Plattendeal an Land und schmeichelte Kapitän Nemo so lange, bis dieser in das gemeinsame Projekt namens "ZeroPoint 39" einwilligte.


Beide erkannte ich auf der Musikmesse erst nach einigem Hinsehen, denn der Ältere trägt keinen Vollbart mehr (dies wahr über Jahrzehnte sein Markenzeichen) und der Jüngere hat einige Pfunde mehr auf den Hüften, als zu der Zeit in den 1980er-Jahren, als er den musikalischen Durchbruch schaffte (kleiner Hinweis: Auf dem Foto oben sind beide zu sehen...doch: Wer könnte es sein und vor allem wo sind die beiden zu sehen?)

Gemeinsam besuchten sie die große YAMAHA-Halle (Kapitän Nemo war und ist dafür bekannt, dass der CS80 sein Lieblingsinstrument ist) und Jim Hawkins verriet mir, dass man das gemeinsame Album im nächsten Jahr veröffentlichen will - mehr dazu sagte er allerdings nicht. Man darf daher gespannt sein auf das, was "ZeroPoint 39" präsentieren wird.


Bei YAMAHA erlebte ich aber auch die bereits angesprochene kleine Enttäuschung und zwar in Bezug auf den Tenori-On. Nur ein Prospekt war zu ergattern und keinerlei neue Informationen über das Zaubergerät von Toshio Iwai. Auf meine Frage, was sich bei YAMAHA in Bezug auf den Tenori-On tue, sagte mir ein führender Mitarbeiter mit dem Blick auf mein T-Shirt (siehe Foto rechts): "Wenn Sie so ein T-Shirt anhaben, dann wissen Sie doch mehr über das Gerät als wir." - Verdrehte Welt!

Beim Stand von ModeMachines verbrachte ich einige Zeit und testete ausgiebig die neue Hardware der Firma von "Touched-By-Sound" Boss Michael Thorpe. Auffällig war die Studie eines, dem MiniMoog Design ähnlichen, Hardware Synthesizers namens "MiniMode" (siehe Foto ganz unten) mit dem Innenleben verschiedener ModeMachines wie dem "SynthLab". Wenn alles planmäßig verläuft, soll es ein solches Gerät ab dem Jahre 2013 tatsächlich geben, wie man mir verriet. Und ich nehme einfach mal an, dass es dann auch so ähnlich wie einst der originale MiniMoog klingen wird.

Weil ich gerade beim Thema bin: Bei Moog Music dagegen war der MiniTaur das gefragteste Gerät, vom Interesse her waren dort aber auch die Moog Apps für das iPad, das iPhone oder den iPod Touch beliebt, wie der digitale MoogFilter "Filatron". Bei Roland offerierte man den Interessenten vor allem die Vorzüge des "Gaia", wobei man tunlichst verschwieg, dass dieses Gerät einen kleinen Makel hat: es lässt sich über MIDI im MultiMode immer nur ein Sound gleichzeitig ansteuern. Arturia verblüffte dieses Jahr nicht mit seiner hervorragenden Software sondern mit seinem Hardware-Synth "MiniBrute" und bei Waldorf führte man ausgiebig seine "Zarenbourg" vor.

Die größte Freude bereitete es mir allerdings, den großen (und großartigen) Stand einer Musikzeitschrift zu erleben, die ich 1980 mitgegründet hatte: das "SynthesizerMagazin". Zwischen 1980 und 1983 erschienen insgesamt acht Ausgaben des "SynthesizerMagazins", später noch einmal drei meines Nachfolgemagazins "Synchron". Auch heute noch gibt es diese Zeitschrift, wenn auch in anderer Aufmachung und in einem neuen Verlag.

Aber was da in diesem März auf diesem Stand geboten wurde (der interessierte Elektromusikfan konnte nicht weniger als 18 verschiedene Synthesizer-Hardware-Legenden ausprobieren und spielen, darunter legendäre KORG Synthesizer, PPG Wavecomputer und Modularsysteme) war schon beeindruckend. Vor allem wenn man bedenkt, dass selbst so große Firmen wie Roland heutzutage mit dem Verkauf von Synthesizern kaum noch ihr Geld verdienen, ist das Engagement des "SynthesizerMagarins" nicht hoch genug zu loben (...ein besonderer MusikMesse-Gruß auch an dieser Stelle an Dirk Matten).

Nächstes Jahr komme ich wieder auf die Frankfurter Musikmesse und wir werden sehen, was es dann Neues zu berichten gibt. Vor gut 20 Jahren habe ich übrigens auf der damaligen MusikMesse einen kleinen Dokumentarfilm gedreht...vielleicht stelle ich den mal bei YouTube ins Netz, damit man sehen kann, was sich dort in mehr als zwei Jahrzehnten so alles verändert hat.

gez.

Rainer Sauer, Jena
März 2012

Eine kleine Führung durch die Welt der Elektromusik-Klangerzeuger | Teil 14: "Elegant Machinery" - Mein "Blofeld"-Keyboard ...oder: der Bösewicht von Waldorf

 

Damit man weiß, worüber nun berichtet wird, vorab einige Händlerinformationen:

"Blofeld" - Ein Spross aus adligem Hause. Dem Hirn eines wahnsinnigen Wissenschaftlers entsprungen, handgedrechselt aus edlen Metallen, gefüttert mit feinsten Abbauprodukten der Waldorfer Wavetable-Minen und in einer Gewitternacht an einem geheimen Ort in Deutschland zum Leben erweckt wurde der "Blofeld", die kleine Synthesizermaschine mit dem großen bösen Sound.

Die Tonerzeugung in dem grundsoliden Metallgehäuse des "Blofeld" liefert den selben fetten und reichhaltigen Klangcharakter, den so viele Waldorf-User weltweit lieben, wenn sie ihren Q, Q+, Microwave, Microwave II/XT oder sogar das Flaggschiff, den Wave, spielen. Ja, Sie haben richtig gelesen! Der "Blofeld" kann nicht nur die warmen, organischen Sounds des Waldorf Q reproduzieren, er verfügt sogar über eine leistungsfähige Wavetable-Engine, genau wie seine Vorfahren der Palm Product Group mit dem "Wave" im Namen.

Dieses einzigartige Synthesesystem basiert auf den revolutionären PPG-Synthesizern der frühen 80er. Wenn Sie zum ersten Mal den "Blofeld" hören, werden Sie sich sofort an diese kantigen, durchsetzungsfähigen oder glockigen Timbres erinnern, die seit der PPG-Ära fester Bestandteil unzähliger Welthits sind. Ist es nicht faszinierend, dass diese komplexe Technologie heutzutage in ein solch schlankes und elegantes Gerät passt?


Solcherart gefüttert erwartet man beim Waldorf "Blofeld" einen vollen Teller mit Sounds und bekommt...einen reich gefüllten Tisch, mehr Ohrennahrung, als man vertragen kann. Und dies egal, ob man sich für die Desktop-Version in Weiß oder das Waldorf "Blofeld" Keyboard in Schwarz oder umgekehrt entscheidet.

Die Oszillatoren: Jeder der drei Oszillatoren verfügt über authentische Modelle elektronischer Schaltkreise analoger Oszillatoren. Dazu gehören die Pulse-Wellenform mit variabler Pulsbreite, Sägezahn, Dreieck und, obwohl nur in wenigen analogen Synthesizern vorhanden, die Sinuswellenform.Oszillator 1 und 2 bieten weiterhin die zwei Wavetables, die schon im Waldorf Q und Waldorf Micro Q ihren Dienst versehen hatten. Aber nicht nur das.

Der "Blofeld" hat alle ROM-Wavetables des Waldorf Wave und des Microwave II/XT an Bord, und, halten Sie sich fest, sogar die begehrte "Upper Wavetable" des guten alten PPG Wave. Und, zum ersten Mal in der Geschichte der aktuellen Firma Waldorf, der Vorgängerfirma Waldorf, der nach davor liegenden Firma von Wolfgang Düren und/oder Wolfgang Palms Firma PPG, darf jeder dieser zwei Oszillatoren seine eigene Wavetable haben.


Außerdem kann der Nutzer die Brillanz der Wavetable einstellen, was besonders wichtig ist bei Wellenformen mit vielen Obertönen, die im Bassbereich gespielt werden sollen. So ist es eine ureigene Entscheidung jedes Musikers, der mit dem "blofeld" arbeitet, ob er eine reine und perfekte Obertonstruktur haben möchte oder den kantigen Klangcharakter, den man von Waldorf- und PPG-Synthesizern kennen und lieben gelernt hat.

Bei den Sägezahn- und Pulse-Modellen steht einem diese Brillanzeinstellung ebenfalls zur Verfügung. Von warm und weich für typische Flächenklänge bis hart und scharf für drückende und knallige Bassklänge. Beachtens- und erwähnenswert ist hierbei, dass diese Brillanz nicht durch nachgeschaltete Filter erzeugt wird, sondern bestimmte Parameter direkt im Modell des Oszillators geändert werden, sozusagen in den "ewigen Schaltkreisen".


Jeder der drei Oszillatoren kann von einem beliebigen anderen Oszillator, dem Rauschgenerator oder einem der LFOs frequenzmoduliert werden. Mit niedriger Einstellung fügt man ein wenig "Schmutz" zum Klang der Oszillatoren hinzu, mit höheren Werten erhält man typische FM-Sounds wie Glocken oder Metallklänge.

Und natürlich kann Oszillator 2 zu Oszillator 3 synchronisiert werden. Als Gipfel der Programmiervielfalt kann Oszillator 2 zudem noch mit Osziallator 3 in einen "hard-syn"-Clinch gehen und es ist hierbei vorher nie so ganz klar, wer in diesem Kampf am Ende die Oberhand behalten wird.

Ringmodulation und Rauschgenerator: Oszillator 1 und 2 können beim "Blofeld" ringmoduliert werden, um im besten Fall Glocken oder Metallklänge zu erzeugen oder, im unerwartensten Moment, gänsehautverursachende Sound-Effekte oder pumpende Bässe und Solosounds.

Der "Blofeld" Rauschgenerator liefert weißes Rauschen, das mit einem eigenen Tief- oder Hochpassfilter über Noise Colour gefärbt werden kann. Die drei Oszillatoren, der Ringmodulator und der Rauschgenerator können frei in Filter 1 und Filter 2 gemischt werden. Das erlaubt eine sehr feine Kontrolle über den Frequenzgehalt eines jeden Tongenerators.


Sounds anwählen ...oder: der Waldorf "Blofeld" Sound Selector: Die Soundanwahl ist beim "Blofeld" ein wahres Vergnügen, ´jedenfalls verglichen mit früheren Modellen von PPG und/oder Waldorf. Wenn man einfach nur durch die verfügbaren mehr als 1.000 Sounds (= wie gesaht: ein reich gedeckter Tisch) streifen möchte, dreht man einfach an dem Endlosregler über dem Play-Taster. Will man schnell zu einer anderen Soundbank wechseln, dann geht dies mit der Hilfe des linken Reglers unter dem Display. Aber man kann auch mit dem rechten Regler unter dem Display eine Kategorie auswählenund es werden dann, bei der nächsten Soundanwahl, nur die Sounds angezeigt, die zu dieser Kategorie gehören.


Generelle Merkmale:
  • bis zu 25 Stimmen / 16-fach multitimbral
  • programmierbarer Multimode mit 128 Speicherplätzen
  • mehr als 1000 Sounds
  • stabiles Metallgehäuse / 7 Endlosregler aus Edelstahl / 5 Taster
  • Grafikanzeige 128 x 64 Pixel, s/w, weiße LED-Hintergrundbeleuchtung
  • Netzschalter / Lautstärkeregler /Stereoausgang / Kopfhörerausgang
  • MIDI-Eingang (beim "Blofeld" Keyboard auch: MIDI.Ausgang)
  • USB-Anschluss für MIDI In/Out / MIDI LED
  • arbeitet mit Standard USB MIDI-Treibern aktueller Betriebssysteme
  • Windows ME minimum, Windows XP, Vista oder neuer empfohlen
  • Mac OS X 10.2 minimum, Mac OS X 10.3 oder neuer empfohlen
  • Externes Steckernetzteil (beim "Blofeld" Keyboard internes Netzteil)
  •  
 

Spezielle Merkmale:
  • synchronisierbar zu MIDI-Clock
  • Up-, Down-, Alternate-Figuren
  • Umfang bis zu 10 Oktaven
  • leistungsfähiger Arpeggiator / Hold- und One Shot-Modi
  • frei programmierbarer Arpeggiator-Sequencer mit bis zu 16 Schritten
  • Programmierbar pro Sound jeweils:
    • Akzentuierung / Position / Länge / Glide an / Glide aus / Pause
    • Akkord / vorheige Note erneut / zufällige Note(Sample & Hold)
  • 1 Effect-Slot pro Part / 1 Effect-Slot global für alle Parts
  • Effekttypen:
    • Chorus / Flanger / Phaser / Overdrive
    • Triple FX (S&H, Ring Modulation, Chorus)
    • Delay verfügbar für Effekt 2 / Clocked Delay verfügbar für Effekt 2
    • Reverb verfügbar für Effekt 2
    •  

Klangerzeugung:

  • 3 Oszillatoren
  • Virtuell-analoge Modelle:
    • Pulse mit Pulsbreitenmodulation und regelbarer Brillanz
    • Sägezahn mit regelbarer Brillanz
    • Dreieck
    • Sinus
  • Wavetables:
    • Q Alt 1 und Alt 2 Wavetable mit regelbarer Brillanz
    • Alle Wavetables des Microwave II/XT/XTk mit regelbarer Brillanz
  • Samples (optional):
    • 60 MB nichtflüchtiger Sample-Speicher für Single- und Multisamples
  • Frequenzmodulation zwischen den Oszillatoren
  • Oszillatorsynchronisation
  • Ringmodulator für Oszillator 1 / 2
  • Rauschgenerator mit integriertem Filter
  • 2 unabhängige Multimode-Filter
  • Filter FM
  • Resonanz bis zur Selbstoszillation
    • Tiefpass 24 dB / 12 dB
    • Bandpass 24 dB / 12 dB
    • Hochpass 24 dB / 12 dB
    • Bandsperre 24 dB / 12 dB
    • Kammfilter mit positiver / negativer Rückkopplung
    • PPG Tiefpassfilter
  • 2 Verzerrerstufen pro Stimme mit regelbarer Verzerrung und wählbarer Verzerrerkurve:
    • Q-Verzerrerkurve
    • Harte Sättigung
    • Mittlere Sättigung
    • Weiche Sättigung
    • Sinus-Shaper
  • Modulationsmatrix mit 16 Einträgen, frei programmierbar
  • Modulationsgeschwindigkeit weit in den hörbaren Bereich
  • Modulationsquellen beinhalten alle internen Modulationsgeneratoren plus zahlreiche MIDI-Controller und -Spielhilfen
  • Modulationsziele für fast alle kontinuierlichen Klangparameter
  • mehrere vorverschaltete Modulationsziele mit wählbaren Quellen
    • Tonhöhenmodulation
    • Oszillator 1 / 2 / 3 Frequenzmodulation
    • Oszillator 1 / 2 / 3 Pulsbreitenmodulation
    • Filter 1 / 2 Cutoff-Modulation
    • Filter 1 / 2 Frequenzmodulation
    • Pan 1 / 2 Modulation
    • Lautstärkemodulation
  • 4 Modifier zur Erzeugung neuer Modulationsquellen mit unterschiedlichen Algorithmen
  • 3 schnelle LFOs
  • synchronisierbar zu MIDI-Clock
  • synchronisierbar zum Notenanfang mit wählbarer Phasenlage
  • monophoner LFO
  • Geschwindigkeit von Tonhöhe einstellbar
  • 4 schnelle Hüllkurven mit wählbaren Typen
  • polyphon / monophon pro Hüllkurve
    • ADSR
    • ADS1DS2R (2 Decay/Sustain-Phasen plus regelbarem Attack-Pegel)
    • One Shot
    • Loop S1S2 (Endlosschleife zwischen Sustain 1 und 2)
    • Loop All (Endlosschleife über alle Phasen)
  • Poly-, Mono-, Dual- oder Unisono-Modus mit einstellbarer Stimmenzahl
Ich spiele live das Waldorf "Blofeld" Keyboard und wollte dies hier nur erwähnt haben, falls sich jemand fragen sollte, weshalb ich dies mache.


Rainer Sauer, im Herbst 2011

Rainer Sauer A-U-T-O-B-A-H-N LIVE 4-KLANG im Theaterhaus Jena am 24.01.2012

Zum Vergrößern bitte anklicken! / Click to enlarge!

Fotos / Pictures © 2012-01-24 Theaterhaus Jena, elektromusik.org, Rainer Sauer A-U-T-O-B-A-H-N

Rainer Sauers A-U-T-O-B-A-H-N SYNTHESIZER LIVE Elektromusik Ausrüstung 2012

Das neue Livejahr beginnt für Rainer Sauer und sein A-U-T-O-B-A-H-N 4-KLANG-Projekt bereits am 24. Januar mit einem Auftritt im Theaterhaus Jena. Dies ist eine Auflistung der Musikinstrumente und Gerätschaften, die 2012 hierbei zum Einsatz kommen werden. Als da sind im Januar 2012 (zum Vergrößern, die Fotos bitte anklicken!)...

Hardware Synthesizer | Software Synthesizer

ARTURIA ARP 2600 Virtual-Software-Synthesizer| ARTURIA Yamaha CS-80 Virtual-Software-Synthesizer | ARTURIA Moog Modular Virtual-Software-Synthesizer | CLAVIA Nord 1 Rack Virtual-Analog-Synthesizer (2 Stück) | EMS VCS-3 Analogsynthesizer | KORG Wavestation | KORG Wavestaton EX | PEAVEY Spectrum Digitalsynthesizer-Expander | REDSOUND Datk Star XP2 Virtual-Analog-Synthesizer | ROLAND D-50 LA Synthesizer (seit 1987) | ROLAND MVS-1 Digitalsynthesizer-Expander | ROLAND JD-800 Programmable Synthesizer | SAURIAN CX-3 Custom Built Synthesizer | U.S. MiniTwister Analogsynthesizer | WALDORF Blofeld Digitalsynthesizer | YAMAHA AN1x Programmable Synthesizer | YAMAHA FB-01 Digitalsynthesizer-Expander | YAMAHA TENORI-ON W Digitalsynthesizer | YAMAHA TG-55 Synthesizer-Expander

Sampling Keyboards | Digitalsampler | Computersampler | Sampling-Expander

CASIO DM-100 SK | EMU Emulator IV "The Ambient Machine" Sampling-Expander (zwei Exemplare / seit 2003) | EMU Audigy 2000 Soundexpander (seit 2004) | EMU Proteus 2 Orchestral SoundExpander (seit 2003) | KORG 03W/R Sampling-Expander (seit 2011) | KURZWEIL 250 Computersampler (1985 bis 2011; früher im Besitz von Gershon Kingsley) | KURZWEIL 1000K Sampling-Keyboard (zwei Exemplare / 1. = 1998 bis 2011, 2. = seit 2011) | ROLAND SP-606 CX Sampling Workstation "The Heart Of Sampling" (seit 2005) | ROLAND MS-1 Sampler (seit 2009) | ROLAND S-10 Sampling-Keyboard (seit 2001) | ROLAND U-110 Sampling-Expander (seit 1990) | SYNCLAVIER Emulation III via FUJITSU Stylistic LT C-500 Computer | YAMAHA VSS-30 / YAMAHA VSS-100 / YAMAHA VSS-200 Sampling Keyboards (seit 1989 / 1991 bis 2011 / 1996 bis 2011) | YAMAHA P50 Pianosample-Expander (ausschließlich für YAMAHA CP-80 Sounds / seit 2011)

Keyboards (mit eigene bzw. ohne eigene Tonerzeugung)

CASIO Casiotone CT-201 DigitalKeyboard (seit 1981 ... ein japanischer Prototyp mit 110-Volt Netzteil) | ING. DOEPFER LMK 1 V2 Midi-Keyboards (seit 2005) | EMU MK-4903 MasterKeyboard (seit 2007) | 2 x EVOLUTION MK-461C USB MIDI Keyboard (seit 2010) | HOHNER String Melody (seit 1978) | M-AUDIO Oxygen 8 MidiKeyboard (seit 2005) | OBERHEIM MC-1000/76 MasterKeyboard "The Coordination Tank" (seit 1999) | PHILIPS Philicorda GM 750, GM 751, GM 752 Orgeln (seit 2004) | TECHNICS KN-750 Keyboard (seit 2007) | VERMONA ET3 ElektronikOrgel (seit 1992)

Digitales Schlagzeug | Rhythmusklänge | Computerdrums

DR. BÖHM CompuDrums (seit 1985) | EMS VCS-3 Noisegenerator + ARP AnalogSequencer (seit 1980) | KORG DDM-110 SuperDrums (seit 1985) | KORG DDD-1 Schlagzeugcomputer (seit 1987)| MFB/Manfred Fricke Berlin 201 Drumcomputer (seit 1980) | MFB/Manfred Fricke Berlin 501 Drumcomputer (seit 1980) | ROLAND TR-77 RythmComputer (1980 bis 2011) | ROLAND CR-78 CompuDrums (seit 1980) | RIYAZ "The Electronic Hindu" Digital TablaMachine + Sitar-Expander (seit 2008) | SIMMONS SDS-7 (seit 1987) angesteuert über einen ING. DOEPFER MSQ 16/3 Midi Analog Sequencer (seit 2009) | YAMAHA RX5 Drumcomputer (seit 1988)

Sequencer (analog oder digital) | Computersequencer

ARP AnalogSequencer 2 x 8 Noten (1978 bis 2003) | 2 x APPLE PowerBook G4/15'' mit STEINBERG Softwar: Cubase, Studiocase VST Instruments + Wavelab Software (seit 2005) | ACER Notebook mit ARTURIA Software: "ARP 2600", "MoogModular V.2", "YAMAHA CS-80", "The Factory Experience" und "The Analog Player" (seit 2006 / 2010 / 2011) | ING. DOEPFER MSQ 16/3 Midi Analog Sequencer (seit 2009) | KAWAI Q-80 MidiSequencer (seit 1999) | MFB 601 DigitalSequencer mit 8 Speichern á 64 Noten ohne MIDI (seit 1981) | MFB Step 64 Digital MidiSequencer (seit 2009) | NATIVE INSTRUMENTS Kore Controller + Kore 2 Host Software + Komplete 4 Collection = Sound Effekt Midi Sythesizer Studio Stage Controller (seit 2010) | PROPELLERHEAD Reason Enhanced Workstation (seit 2003) | ROLAND Studio M Synthesizerstudio MV-30 (bis 2010) | ROLAND MSQ-100 MicroComposer mit MIDI (seit 1988) | YAMAHA QY-70 DigitalSequencer Computer mit MIDI (seit 2010)

Gitarren | Gitarreneffekte | Gitarrenverstärker

FENDER Telecaster Elektrogitarre Brown Sunburst (bis 2011) | J&D/Jack & Danny Black Standard Elektrogitarre (seit 2005) | FENDER F-25 Westerngitarre (seit 1976) | CLARITY CV-5 Roundbackgitarre (2003 bis 2011) | CASIO DG-1 DigitalGuitar (seit 1995) | AKAI HeadRush E-1 LoopDelay (seit 2010) | KORG ToneWorks AX1G (seit 2005) | ZOOM 9000 Multieffektgerät (seit 2000) | TOM SCHOLZ "Rockman" Effektgerät (seit 1987) | BOSS FV 50L Volumenpedal | GUYATONE 380 Transistor Verstärker (seit 1976)