Einige Bemerkungen zu Sinn und Zweck und Art der A-U-T-O-B-A-H-N Computerprogramme | Teil 1: ARTURIA Software

Bei den A-U-T-O-B-A-H-N Livekonzerten stellen Zuschauer regelmäßig Fragen zu den verwendeten Computerprogrammen. "Was ich echt, was kommt aus dem Computer?", das sind häufige Fragen, denen ich hier einmal nachgehen möchte. Zu Anfang möchte ich etwas zu den diversen Computersoftware-Programmen der französischen Firma ARTURIA sagen:

Bis vor wenigen Jahren gab es wirklich gute, umfangreich zu editierende Computersoftware-Programme äußerst selten und sie waren zudem überwiegend teuer. Als einer der besten etablierte sich schnell das "FM7"-Programm von NATIVE INSTRUMENTS. ich selbst begann 2002 mit Softwaresynthesizern zu arbeiten, als ich das PROPELLERHEAD "Reason"-Programm für mich entdeckte.

Die Softwarefirma ARTURIA (die heute auch Hardware herstellen lässt und vertreibt) wurde 1999 in Grenoble von Frédéric Brun und Gilles Pommereuil gegründet und vertreibt seither nahezu perfekte Emulationen der bekanntesten Synthesizer, die inzwischen von so unterschiedlichen Musikern wie Jean-Michel Jarre, Klaus Schulze, Hans Zimmer, Howard Jones, Herbie Hancock oder Edgar Froese von Tangerine Dream genutzt werden (zum Vergrößern der Abbildungen bitte die entsprechenden Fotos anklicken).

Mein erster Kotakt mit ARTURIA-Software war die Nachbildung eines MOOG Modular Systems, an dem sogar Robert Moog noch zu seinen Lebzeiten mitwirken konnte (und er hatte - sozusagen 'Kraft seines Namens' - die Kompetenz, das aussprechen zu dürfen, was "wir" Synthesizerfans empfanden: "Das 'Ding' klingt so gut wie mein Original...wenn nicht sogar noch besser").

Was der große Bob Moog hier exemplarisch zum Ausdruck brachte, war Folgendes. Durch geschickte Ergänzungen der nahezu perfekten Vorbilder (beim Modularsystem waren dies: Effekte, Echomöglichkeiten und die Option, selbst zeitaufwendigst generierte Klangbilder mit einem Tastendruck abzuspeichern) erweiterten die Fähigkeiten dieser Elektromusikinstrumente und verbesserten so den Umgang damit. Von ARTURIA erwarb ich in der Folge noch das ARP 2600/ARP 1601 Sequencer-System sowie die Analog Experience Factory (u.a. mit SEQUENIAL CIRCUITS Prophet 5 und VS, dem MiniMoog, dem YAMAHA CS-80 und dem ROLAND Jupiter-8) und, wenn ich auf der Bühne einmal irgendeinen Sound bestimmten Sound "kurz und schmerzlos" brauche, den Analog Player - die letzten beiden übrigens zusammen mit den jeweils zugehörigen Hardware-Controllern von ARTURIA, die das Live-Arbeiten angenehm gestalten.

Diese, von Brun und Pommereuil auf Basis der von ihnen entwickelten TAE®-Soundengine geschaffenen, ARTURIA Softwareprogramme sind zuverlässig, klangstabil, live universell einsetzbar und gehören zu den derzeit weltweit am häufigsten genutzten virtuellen Synthesizer- und Elektromusik-Soundprogrammen. Sicherlich sind sie nit wirklich preiswert, erlauben dafür die exakte Arbeit mit Synthesizerlegenden, die (wie etwa im Falle des CS-80) heutzutage kaum noch defektfrei auf dem Synthesizer-Gebrauchtwarenmarkt zu finden sind und das zudem in einer Audio Qualität, die herausragend ist.

Was (zumindest für mich) bezüglich ARTURIA zusätzlich eine große Bedeutung hat, das ist die ARTURIA Community mit ihren verschiedenen Themenforen, über die man schnell und kompetent in Kontakt mit den Ingenieruen der Firma selbst, als auch mit anderen Nutzern treten kann und das weltweit. Ich nutze meine einzelnen Software Synthesizer im Übrigen eher selten als VST-Plug-In mit meinen Software-Sequencer-Programmen sondern in der Regel als Stand-Alone-Programm, gesteuert über die M-Audio Keyboards "Evolution" oder "Oxygen 8".

Und was die Parallelen und Unterschiede zu den Originalen betrifft, so kann ich nur das wiederholen, was ich zuvor bereits einmal beispielhaft zur KikAxxe-Software von WayOutWare gesagt hatte und was man HIER nachlesen kann. Dies trifft im Grunde auch auf ARTURIA Produkte zu, in Bezug auf diejenigen "echten" Instrumente, die ich zuvor selbst spielen und bedienen durfte, als da wären: der ARP 2600 und der ARP Sequencer, der MiniMoog und der ROLAND Jupiter-8.

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