"Electronic Circus 2012 Live": Einige Bemerkungen zu "Through Wasted Lands 2012"

"Through Wasted Lands 2012" ist endlich im iPad angekommen. 1984/85 habe ich den Song geschrieben, im Frühjahr 1985 als einen der letzten nicht-MIDI Songs von VELVET UNIVERSE im Tonstudio Panne aufgenommen und danach live gespielt. Ab 1986 haben dann Instrumente wie der Roland D-50 oder der Yamaha DX-7/FB-01 den Sound meiner Lieder geprägt bevor es in den 2000er-Jahren mit anderen Geräten weiterging. weshalb ich "TWL" im Grunde als Abschied von der guten alten analogen Zeit sehe. Veränderungen zu heute gibt es kaum, abgesehen einmal von der längeren arabischen Radio-Intro von 1985, aus der ich später einen kurzen Loop extrahiert habe.

"TWL" (ursprünglich hieß der Titel komplett: "Journey Through Wasted Lands" und bezog sich auf den Karl May Titel "Durchs wilde Kurdistan") ist auch eine Hommage an Michael Hoenig, den früheren Wegbegleiter von Tangerine Dream und Mit-Komponisten des "Koyaanisqatsi"-Soundtracks, der 1978 ein Solo-Album mit Titel "Departure From The Nothern Wasteland" heraus brachte bevor er seine Platten unter anderem beim "MI"-Label von Bernd Kistenmacher veröffentlichte.

In den späten 1990ern habe ich dann den Song auf MIDI umgestellt, aber danach nie mehr live gespielt. Für den "Electronic Circus 2012" habe ich "Through Wasted Lands" von Peter Kaps als 4-Klang-Objekt auf mein iPad überspielen lassen, wobei wir zwei Spuren des Original-Tapes von 1985 übernommen haben und der Rest nun, gesteuert von den iElectribe und Litte-MIDI-Machine Apps, über die Fairlight Pro, Mellotron und AniMoog-Apps abgespielt wird. Die zwei "historischen" Tonspuren werden über die TASCAM Portastudio App eingespielt. Zum 4-Klang etwas zu erklären, würde an dieser Stelle zu weit führen, jedoch sollte auch auf der kleinen Companion 2x2 Anlage das 4-Klangergebnis überzeugend sein.

"Through Wasted Lands" basiert auf einer 16-Ton-MoogSequenz, viel Drumming (im Orginal auf der KORG DDM-110, nun auf der FingerLabs DM1 App) und einem Mellotron-ähnlichen Flötensound, der 1985 alleine auf dem KORG Poly800 erzeugt worden ist und als Originalspur auch am Samstag zu hören sein wird. Auch das kurze, sich oft wiederholende Sequenzer-Glissando stammt vom Poly 800.

Viel Spaß damit!

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